Frühlingsunruhe und Rosse bei Stuten: Anzeichen erkennen und rechtzeitig unterstützen

Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, erleben viele Pferde die bekannte „Frühlingsunruhe“. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Stuten, deren Fortpflanzungszyklus in dieser Zeit wieder einsetzt. Diese Phase wird als Rosse bezeichnet.

Obwohl die Rosse ein natürlicher Prozess ist, kann sie bei manchen Stuten deutlich ausgeprägt sein. Verhaltensveränderungen, verminderte Leistungsbereitschaft oder sogar Widersetzlichkeit unter dem Sattel treten im Frühjahr häufig auf.

Doch woran erkennt man das – und was kann man tun, um zu unterstützen?

Was ist die Rosse?

Die Rosse ist eine natürliche Phase im Fortpflanzungszyklus der Stute, in der sie empfängnisbereit ist und sich ihr Körper auf eine mögliche Bedeckung vorbereitet. In dieser Zeit kommt es zu hormonellen Veränderungen – hauptsächlich gesteuert durch das Hormon Östrogen – und zum Eisprung (Ovulation), also dem Zeitpunkt, an dem die Stute tatsächlich fruchtbar ist.

Der Zyklus einer Stute besteht aus zwei Phasen:

Rosse (Östrus): die fruchtbare Phase, in der die Stute häufig deutliche Verhaltensveränderungen zeigt.

Zwischenrosse (Diöstrus): die Phase nach dem Eisprung, in der sie in der Regel weniger auf Hengste reagiert.

Im Durchschnitt wiederholt sich dieser Zyklus etwa alle drei Wochen, wobei die Rosse ungefähr 5 bis 7 Tage dauert. Nach dieser Zeit wird die Stute meist wieder ruhiger, bis der Zyklus von Neuem beginnt.

Pferde sind sogenannte Langtagtiere, das heißt, ihr Hormonhaushalt wird stark von der Tageslichtlänge beeinflusst. Viele Stuten befinden sich im Winter in einer Ruhephase, auch Übergangsperiode genannt. Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, regt das zunehmende Licht über die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Hormonproduktion an und aktiviert den Zyklus erneut.

Die Rosse ist daher keine plötzliche Verhaltensänderung, sondern das sichtbare Ergebnis eines natürlichen und komplexen hormonellen Prozesses im Körper der Stute.

Wie erkennt man eine Stute in der Rosse?

Jede Stute reagiert unterschiedlich. Während manche kaum Anzeichen zeigen, weisen andere deutliche Veränderungen im Verhalten und in der Leistungsbereitschaft auf.

Häufige Anzeichen sind:

  • Stimmungsschwankungen

  • Aggressivität oder Reizbarkeit

  • Häufiges Harnen (in kleinen Mengen)

  • Anheben oder Schweifen des Schweifs

  • Verminderte Konzentration beim Reiten

  • Empfindlichkeit beim Gurten oder Satteln

  • Angelegte Ohren oder mürrisches Verhalten

  • Widerwilligkeit unter dem Sattel

  • Bocken oder Ausschlagen

Die Lage der Eierstöcke – direkt hinter dem Sattelbereich – spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn eine Stute Unbehagen verspürt, äußert sich das häufig durch Empfindlichkeit im Rückenbereich. Das kann dazu führen, dass sie weniger bereit ist, Gewicht zu tragen, mit dem Schweif schlägt oder sich unter dem Sattel widersetzt.

Was manchmal als „Unart“ interpretiert wird, ist daher oft schlicht die Folge hormonell bedingter Beschwerden.

Was kann man bei hormonell bedingten Beschwerden tun?

Nicht jede Stute benötigt zusätzliche Unterstützung. Wenn du jedoch bemerkst, dass Verhalten oder Leistungsfähigkeit deutlich vom Zyklus beeinflusst werden, kannst du folgende Maßnahmen in Betracht ziehen:

1. Training anpassen

Plane – wenn möglich – intensivere Trainingseinheiten oder Turniere außerhalb der empfindlichsten Tage. Mehr Gelassenheit, Verständnis und angepasste Arbeit können bereits einen großen Unterschied machen.

2. Sattelpassform und Rücken überprüfen

Da Beschwerden häufig im Bereich hinter dem Sattel auftreten, ist eine optimale Sattelpassform besonders wichtig. Zusätzlicher Druck kann die Problematik verstärken. Eine regelmäßige Kontrolle von Sattel und Rücken lohnt sich daher in jedem Fall.

3. Unterstützung durch Ergänzungsfuttermittel

Wenn deine Stute deutlich unter ihrem Zyklus leidet – etwa durch Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit unter dem Sattel, Schweifschlagen oder sogar Bocken und Ausschlagen – kann eine gezielte Unterstützung helfen, das innere Gleichgewicht zu fördern.

Bei Hypostore findest du verschiedene Ergänzungsfuttermittel, die speziell zur Unterstützung des Hormonhaushalts und zur Förderung innerer Ruhe bei Pferden entwickelt wurden.

NAF Oestress

NAF Oestress wurde speziell für Stuten entwickelt, die während der Rosse sensibel reagieren.

Wenn hormonelle Schwankungen zu Reizbarkeit, verminderter Leistungsbereitschaft oder Empfindlichkeit im Sattelbereich führen, kann dieses Ergänzungsfuttermittel unterstützend wirken:

  • Kann helfen, den Hormonzyklus auf natürliche Weise zu stabilisieren

  • Setzt an den Ursachen hormonell bedingter Beschwerden an

  • Unterstützt das Wohlbefinden während des gesamten Zyklus

  • Geeignet für Stuten, die während der Rosse stark reagieren

Da die Eierstöcke direkt hinter dem Sattelbereich liegen, kann sich hormonelle Sensibilität in Form von Widerwilligkeit unter dem Sattel, Schweifschlagen oder Verspannungen beim Reiten äußern. Eine gezielte Unterstützung kann dazu beitragen, dass sich deine Stute wieder wohler fühlt und entspannter arbeitet.


Vitalstyle HormoonBalans

Unterstützung für ein optimales hormonelles Gleichgewicht

Die Rosse kann für Stuten eine belastende Zeit sein. Hormone beeinflussen den gesamten Körper und können sowohl körperliche Beschwerden als auch Verhaltensveränderungen verursachen. Vitalstyle HormoonBalans unterstützt ein normales hormonelles Gleichgewicht. Es fördert einen regelmäßigen Zyklus bei Stuten und ist daher besonders während der Rosse sinnvoll einsetzbar.

Das Produkt kann zudem auch bei Hengsten und Wallachen verwendet werden, um ein gesundes hormonelles Gleichgewicht zu unterstützen.

Warum HormoonBalans wählen?

  • Unterstützt das hormonelle Gleichgewicht bei Stuten, Hengsten und Wallachen

  • Fördert einen regelmäßigen Zyklus bei Stuten

  • Kann bei Stimmungsschwankungen während des Zyklus helfen


HorseFlex Mellow Mood

HorseFlex Mellow Mood ist ein Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts und zur Förderung innerer Ruhe. Diese Kräutermischung eignet sich besonders für Pferde, die hormonell bedingtes Verhalten, Nervosität, Unruhe oder eine schnelle Erregbarkeit zeigen.

Mellow Mood enthält verschiedene beruhigende Kräuter, die auf mehreren Ebenen zur Entspannung beitragen:

  • Mönchspfeffer (Vitex): unterstützt ein gesundes hormonelles Gleichgewicht und hilft bei hormonell bedingtem Verhalten bei Stuten, Hengsten und Wallachen

  • L-Tryptophan: eine Aminosäure, die helfen kann, angestaute Spannung abzubauen

  • Baldrianwurzel, Passionsblume und Hopfen: tragen zur Förderung innerer Ruhe bei

Einen Zykluskalender führen

Indem du dokumentierst, wann deine Stute rossig ist, erhältst du wertvolle Einblicke in ihren individuellen Rhythmus. So kannst du Trainingseinheiten gezielter planen und ihr Verhalten besser einordnen und verstehen.

Verständnis macht den Unterschied

Die Rosse ist ein natürlicher Bestandteil im Leben einer Stute. Mit dem richtigen Wissen, kleinen Anpassungen im Training und – falls nötig – gezielter Unterstützung kannst du deiner Stute helfen, diese Phase möglichst angenehm zu durchlaufen.

Wenn du unsicher bist, ob das Verhalten deiner Stute hormonell bedingt ist, steht dir das Team von Hypostore gerne mit individueller Beratung zur Seite.